Sommerserie Teil 6

Aus dem Vorstand

Sommerserie 2010
Geschichte der Pro Holz, Teil 6
Einsatz für die Kaderschulung unter dem Präsidenten Hansjörg Künzli (1988 bis 1994)
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 Hansjoerg Kuenzli

Hansjörg Künzli lernt die Holzfachschule in Biel von 1975bis 1980 kennen, sowohl als Schüler als auch als Lehrer. Schon in dieser Zeit wächst ihm die Pro Holz ans Herz. Zum Präsidenten des Vereins gewählt, beschäftigt ihn vor allem das Thema Aus- und Weiterbildung. Unter der Maxime «Aus der Praxis €“ für die Praxis» wird die Idee regionaler, praxisbezogener Weiterbildungskurse für Vorarbeiter lanciert. Dazu wird auch die Zusammenarbeit mit den Gewerbeschulen und dem Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit gesucht. Die Klärung der Finanzierung, das Erstellen von Konzepten und das Erarbeiten der Ausbildungsunterlagen belasten den Verein über einige Jahre hinweg zeitlich und finanziell stark. Mit dem Leitsatz, dass eine qualitativ hoch stehende Aus- und Weiterbildung die Zukunft des Berufsstandes sichert, macht sich die Pro Holz an die Arbeit, um die für die Praxis unangenehme Lükke zwischen Zimmermann und Polier schliessen zu können. Dem Verein gelingt es, aus den eigenen Reihen Mitglieder für die Aufbauarbeit zu gewinnen. Unter der Leitung von Martin Bühlmann wird das Kursangebot in den Regionen vereinheitlicht, ausgebaut und ein Lehrmittel erstellt. Mit der modularen Weiterbildung der Vorarbeiter und dem eidgenössischen Fachausweis wird das Ziel schliesslich erreicht.

Ein bleibendes Denkmal

1991 findet in Montreux die 35. Generalversammlung der Pro Holz statt. Diese sollte einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das Westschweizer Organisationskomitee hat mit viel Mut und Verhandlungsgeschick bei den lokalen Behörden die Bewilligung erwirkt, an der Seepromenade eine 4,50 Meter hohe Holzpyramide, bestehend aus 51 Einzelteilen, aufstellen zu können. Dieses Denkmal für den natürlichen Baustoff Holz erinnert noch heute an das Treffen des Vereins.
An der Generalversammlung werden zudem 73 Neumitglieder begrüsst, besonders viele aus der Westschweiz. Gleichzeitig wird der Mitgliederbeitrag von 30 auf 50 Franken angehoben.

Unser Name ist begehrt

Auch das Reisefieber wird in diesen Jahren weiter gepflegt. Es geht in die Camargue. Der wagemutige Fahrstil des Buschauffeurs und die Flöhe als Andenken an den Reitausflug lassen die Reise unvergesslich werden. Als nächstes Reiseziel ist Ungarn geplant.
1991 versucht der Verein ausserdem, den Namen Pro Holz schützen zu lassen, was aber nicht möglich ist. Auslöser für diesen Versuch war die Gründung eines gleichnamigen Fachverbands durch die österreichische Sägeindustrie und die regionalen Arbeitsgemeinschaften der Lignum. In der Zwischenzeit wird der Name auch im Zusammenhang mit Dingen wie EDV-Programmen oder Fenstern benutzt.

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