Sommerserie Teil 4

Aus dem Vorstand

Sommerserie 2010
Geschichte der Pro Holz, Teil 4
Kontakte über die Landesgrenze hinaus unter dem Präsidenten Hermann Stamm (1970 bis 1980)
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 Hermann Stamm

Hermann Stamm wird an der Generalversammlung 1970 zum Nachfolger von Otto Krämer gewählt. Auch in seiner Amtszeit werden Weiterbildung, der Kontakt zum Schweizerischen Zimmermeisterverband und Kameradschaft gross geschrieben. Es entstehen viele Freundschaften, die ein Leben lang halten. Ein trauriges Ereignis in diesen Jahren zeigt, wie die Vereinsmitglieder auch in schwierigen Zeiten zueinander halten. Nach dem tragischen Verkehrstod eines Mitglieds wird seine Frau nicht nur mit tröstenden Worten unterstützt, sondern für die zukünftige Ausbildung des gerade geborenen Sohnes Geld gesammelt und auf einem Sparheft angelegt.

Leitfaden wird Modell-Lehrgang

Ein Meilenstein in der Amtsperiode von Hermann Stamm war die Erarbeitung des Leitfadens «Bilden und Wissen». Die Holzfachschule hat diese Publikation schliesslich sogar als Modell-Lehrgang übernommen. Generell besteht eine enge Verbundenheit zwischen Verein und Schule in Biel. Dies zeigt sich auch in der Spende einer Holztreppe für die Schulbibliothek im ersten Erweiterungsbau.

Mitteilungsblatt

Das Vorstandsmitglied Willy Schödler schlägt dem Präsidenten anfangs der 70er Jahre vor, aus der einfachen Einladung und Traktandenliste, wie sie bisher für jede Generalversammlung gemacht und verschickt wurden, ein richtiges Mitteilungsblatt zu machen. Mit viel Enthusiasmus und 1€™000 Franken aus der Vereinskasse macht er sich ans Werk, mit dem Versprechen, bald selbsttragend zu sein. Nach vier Jahren hat er sein Ziel erreicht und die erste Investition wandert zurück in die Vereinskasse.

Ein besonderes Erlebnis ist es, als eine Zweierdelegation der Pro Holz 1973 zum Europakongress der ehrbaren Handwerksgesellen €“ Zimmerleute, Maurer und Steinmetz €“ nach St. Gallen eingeladen wird. Alle Gäste bringen an die Feier ein Geschenk mit. «Wir haben etwa 100 Franken verschenkt, ohne den Vorstand vorher zu fragen», erinnert sich Hermann Stamm. «Alles war damals sehr unkompliziert.» Das Treffen mit den ehemaligen Wandergesellen, die drei Jahre und einen Tag auf der Walz waren, wird zum riesigen Fest der Freundschaft und der gegenseitigen Wertschätzung über die Landesgrenzen hinaus.

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