Sommerserie Teil 3

Aus dem Vorstand

Sommerserie 2010
Geschichte der Pro Holz, Teil 3
Der junge Baum wächst unter dem Präsidenten Otto Krämer (1960 bis 1969)
.

 Otto Kraemer

An der Generalversammlung vom 5. März 1960 geht das Präsidium an Otto Krämer über. Der Vorstand merkt, dass die Umsetzung des Ziels der Gründungsmitglieder €“ den vermehrten Einsatz des Baustoffs Holz zu fördern €“ neben der beruflichen Auslastung fast nicht machbar ist. Deshalb wird beschlossen, sich vor allem auf die Pflege der Kameradschaft zu konzentrieren, daneben sind und bleiben Fachvorträge an der GV und Baubesichtigungen ein konstanter Bestandteil des Vereinslebens. Viele Abschlussklassen der Holzfachschule Biel treten in diesen Jahren dem Verein in corpore bei.

Leistung wird wahrgenommen

1964 findet der erste Kontakt zum Schweizerischen Zimmermeisterverband statt. Pro Holz ist vom Verband bis zu diesem Zeitpunkt eher als Konkurrenz angesehen worden. 1964 geht es aber um eine mögliche Mitarbeit der Pro Holz an der neu zu bearbeitenden Kalkulationsanleitung. Xaver Isenschmid und Otto Krämer werden an der Generalversammlung als Delegierte in die entsprechende Kommission gewählt. 1966 wird die neue Kalkulationsanleitung publiziert. Die beiden Delegierten, unterstützt von weiteren Pro-Holz-Kollegen, haben dabei wertvolle Arbeit geleistet. Der Zentralpräsident des Zimmermeisterverbandes, Hans Jörg, lobt im Vorwort die gute Zusammenarbeit mit der Pro Holz. Die Leistung des Vereins wird erstmals in einem grösseren Kreis wahrgenommen.

Die Stunde der Frauen

An der Generalversammlung 1967 nimmt Rösli Niggli, die Frau des Mitglieds Peter Niggli, als einzige Frau teil. Und dies nur, weil ihr Mann angenommen hat, dass dies üblich sei. Rösli Niggli hat damit eine Bresche für ihre Geschlechtsgenossinnen geschlagen, denn 1968 findet die erste Tagung mit offizieller Frauenbegleitung und Damenprogramm statt. Am Nachmittag dieser Versammlung besuchen alle zusammen das neue Holzhaus in Blockbauweise des Traktorenwerks Hans Hürlimann, Wil. Dieser heisse Mai-Tag bleibt vielen noch lange in Erinnerung. Das Haus beeindruckt durch Konstruktion und Innenausbau, der Weinkeller des Hausherrn beeindruckt ebenfalls €“ nur zu trinken gab es nichts!
Ein Jahr später, 1969, will nach dem Nachmittagsausflug noch niemand nach Hause. Spontan organisiert der Präsident ein Nachtessen in einem nahen Restaurant. Mit Singen, Jodeln und Musizieren geht der Tag schliesslich zu Ende. Von diesem Zeitpunkt an gehört ein gemeinsames Nachtessen zum festen Programm jeder Generalversammlung.

Print Friendly