Fachbeitrag: GEAK®

Gebäudeenergieausweis der Kantone GEAK®

Mit freundlicher Genehmigung der Konferenz Kantonaler Energiedirektoren EnDK
(www.endk.ch )

Der Gebäudeenergieausweis der Kantone zeigt, wie viel Energie ein Wohngebäude bei standardisierter Benutzung für Heizung, Warmwasser, Beleuchtung und andere elektrische Verbraucher benötigt. Er schafft einen Vergleich zu anderen Gebäuden und gibt Hinweise für Verbesserungsmassnahmen.

Was ist der GEAK®?

Der GEAK® ist der €žGebäudeenergieausweis der Kantone€œ. Er zeigt auf, wie viel Energie ein Gebäude im Normbetrieb benötigt. Dieser Energiebedarf wird in Klassen von A bis G in einer Energieetikette angezeigt. Damit ist eine Beurteilung der energetischen Qualität möglich, die im Hinblick auf zu erwartende Energiekosten und Komfort mehr Transparenz für Kauf- und Mietentscheide schafft. Zusätzlich zeigt der GEAK® auch das energetische Verbesserungspotential von Gebäudetechnik und Gebäudehülle, ähnlich einem energetischen Grobkonzept auf, und bildet die Grundlage für die Planung von baulichen und gebäudetechnischen Verbesserungsmassnahmen.

Der GEAK® wird von zertifizierten Experten ausgestellt. Zu einer sachgerechten Erstellung eines GEAK®-Dokumentes gehört die Begehung des Objektes durch den Experten. Dem GEAK®-Besteller wird durch den Experten nach der Erstellung das vierseitige GEAK®-Dokument in elektronischer und in Papierform ausgehändigt.

Der GEAK® ist Eigentum der Konferenz Kantonaler Energiedirektoren (EnDK). Seine Realisierung wurde vom Bund und dem Schweizerischen Hauseigentümerverband unterstützt. An der Ausarbeitung waren – im Auftrag der EnDK – die Arbeitsgruppe GEAK® der Konferenz Kantonaler Energiefachstellen, die MINERGIE® Agentur Bau und das Institut Energie am Bau der FHNW beteiligt.

Was beinhaltet das GEAK®-Dokument?

Auf dem Deckblatt des GEAK®-Dokumentes ist die Energieetikette abgebildet, welche die energetische Klassifizierung des Gebäudes zeigt. In ihr wird der Energiebedarf auf zwei Ebenen durch die Zuordnung zu einer der sieben Qualitätskategorien A bis G beurteilt.
Auf den Folgeseiten sind Hinweise zu einer möglichen Verbesserung des Gebäudes zu finden.

Was bedeuten die Kategorien der Energieetikette?

Die Effizienz der Gebäudehülle
Die Effizienz der Gebäudehülle bringt die Qualität des Wärmeschutzes der Gebäudehülle zum Ausdruck. Diese beinhaltet die Wärmedämmung von Wand, Dach und Boden, aber auch die Qualität der Fenster, einerseits bezüglich ihres Wärmedämmvermögens und ihrer Dichtigkeit, andererseits aber auch bezüglich des Sonnenenergiegewinns, den sie bei richtiger Bedienung ermöglichen. Die Effizienz der Gebäudehülle ist die massgebliche Grösse zur Beurteilung der Beheizung des Gebäudes.

Die Gesamtenergieeffizienz
Die Gesamtenergieeffizienz umfasst neben der Heizung auch die weitere Gebäudetechnik, einerseits für die Wärmeerzeugung inklusive Warmwasser, zusätzlich aber auch den Elektrizitätsbedarf, soweit er von Einrichtungen des Gebäudes verursacht wird. Mobile Leuchten und Geräte gehören also nicht dazu. Die eingesetzten Energieträger sind gewichtet: Der Einsatz erneuerbarer Energien (auch von Umweltwärme mittels Wärmepumpen) führt zu besserer Kategorieneinteilung.


 Tabelle: Typische Merkmale der GEAK®-Klassen in der Energieetikette (Tabelle kann mit einem Mausklick in einem neuen Fenster geöffnet und vergrössert werden).

Wie ist die Berechnungsmethodik des GEAK®?

Die Berechnungsmethodik des GEAK® ermittelt den Energiebedarf eines Gebäudes mittels abgefragter Eingabedaten zur Gebäudehülle und zur Haustechnik. Zugrunde liegt ein SIA380/1-Rechner, d.h. SIA 380/1-konforme Daten können eingelesen werden. Je nach Datengrundlage können genaueste Daten genaue Resultate liefern. Bei schlechterer Datengrundlage (ohne Pläne, Bauteilangaben und Verbrauchsdaten) greift der Rechner auf zugrundeliegende Standardtabellen zurück. Entsprechend genereller wird die Auswertung für das Gebäude.

Die Berechnungsmethodik des GEAK® führt zu einem Vergleich des berechneten und des effektiv gemessenen Energiebedarfs und zu einer €žKorrekturschleife€œ bei markanter Abweichung der beiden Werte, die des Fachwissens des Experten bedarf. Durch Anpassung der Eingabegrössen der Berechnung wird diese mit dem effektiven Bedarf in Ãœbereinstimmung gebracht.

Links und Downloads

Links zur Homepage der Konferenz Kantonaler Energiedirektoren EnDK
www.endk.ch

Link zur Homepage des Gebäudeenergieausweises GEAK
www.geak.ch

Link zur Homepage von Energie Schweiz
www.bfe.admin.ch/energie/index.html?lang=de

Link zur Liste mit den zertifizierten GEAK Experten
www.geak.ch/Pages/Light/Expert/ExpertSearchPage.aspx

Tabelle für Gewichtungsfaktoren der Energieträger
Download

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